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Dokumentendossiers

Diese Dossiersammlung hat zum Ziel, vor allem die juristische, kommunikative und archivalische Praxis der betroffenen Fürstentümer auf den Grenzen zwischen Sprachen, politischen Interessen und Bräuchen zu erfassen.

Zuvörderst ist es darum zu tun, die verschiedenen Aufzeichnungen juristischer Natur aufzuzeigen, die den Fürstentümern dieser Epoche gemein sind (also Feudalurkunden, Besitzurkunden etc.) oder in denen sie sich voneinander abheben, wie z.B. die Burgfrieden oder Morgengaben, die vornehmlich den deutschen Gebieten eigen sind und deren Notationen gegen Westen hin abnehmen. Die so erforschten Bereiche zielen damit auf eine vergleichende Studie im Herzen der Großregion.

Ein solcher Vergleich erstreckt sich weiterhin auf eine Typologie der Dokumente, deren Vielfalt gegen Ende des Mittelalters stark zunimmt. Diese neuen Ausfertigungsformen der Urkunden korrespondieren dem Aufschwung der fürstlichen Verwaltung. Auf die Ausstellung einer einzelnen Urkunde folgt eine mannigfaltige Schreibproduktion zahlreicher weiterer Exemplare, die an verschiedenste Instanzen adressiert waren. Die laufenden Untersuchungen bemühen sich darum, diese verschiedenen Typen von Urkunden zu katalogisieren, die den Kanzleien gegen Ende des Mittelalters für ihre Verwaltungs- und Regierungspraxis zur Verfügung standen – im besten Falle können sie zur Grundlage werden für ein Verzeichnis und eine Kartei dieser Praktiken.

Die Urkundendossiers weisen regionale Charakteristika aus. Sie sind offen für sukzessive Erweiterungen und Vorschläge der Leser.

Die Dossiers beinhalten

  • eine Kurzdarstellung
  • Fotografien und Transkriptionen der Dokumente
  • historische und linguistische Kommentare